Was ist eine Vision?
Vision? Das ist ein Begriff, der heutzutage sehr oft auftaucht, besonders im Bereich des Managements. Aber was hat das mit uns zu tun? Als Gemeindepastor, Gemeindegründer oder Missionar braucht man doch keine Vision! Oder?
George Barna in hat seinem Buch The Power of Vision (dt. Die Kraft der Vision) Vision so definiert:
„Eine Vision für den Dienst ist eine klare Vorstellung einer bevorzugten Zukunft, die Gott seinem ausgewählten Diener gibt, die auf einem guten Verständnis von Gott, uns selbst und den Umständen basiert.“
Wenn wir über Vision reden, ist es sehr wichtig, dass wir uns bewusst machen, dass es Jesu Vision ist, die er von seiner Gemeinde und von unserem Dienst hat. Eine Vision zu haben, heißt nicht nur, dass wir uns etwas in unserer Vorstellung ausdenken, sondern dass wir versuchen, den Kern von dem, was Gottes Wille für uns ist, zu erkennen.
Epheser 3, 20 - 21 zeigt die großen Möglichkeiten Gottes auf: „Dem aber, der überschwänglich tun kann über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt, dem sei Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“
Die Voraussetzung, eine Vision von Gott zu empfangen, ist die Erkenntnis, dass Gott noch viel größer ist als alles, was wir uns vorstellen können. Denke einmal darüber nach, was alles möglich wäre. Es heißt aber, dass Gott noch viel mehr als all das tun kann.
Kennzeichen einer Vision
Diese Vision ist eine Vision für den Dienst.
Wir brauchen eine Vision, eine „klare Vorstellung einer bevorzugten Zukunft“ für unseren Dienst als Missionare Gottes. Es geht hier um den Dienst, den wir von unserem Herrn bekommen haben, zu dem er uns berufen hat. Die Bibel sagt sehr deutlich, dass wir als verantwortungsvolle Diener arbeiten sollen (vgl. Mt.25). Diese Verantwortung soll uns zum HERRN führen, um seine Pläne für uns zu erforschen. Da suchen wir nicht nach einer großen Gemeinde oder Ruhm und Anerkennung, sondern in Demut fragen wir unseren HERRN, was wir zu tun haben. Diese Art von Vision setzt eine Berufung und eine Sendung zum Dienst voraus und wächst aus der intimen Beziehung zu Gott (vgl.: Ex.33,13).
Eine Vision ist zukunftsorientiert.
Sie läßt die Zukunft nicht nur auf einen zukommen, sondern versucht, eine von Gott bevorzugte Zukunft zu sehen, damit man für diese Zukunft planen kann. Dewegen ist eine Vision nicht heute aktuell und morgen nicht mehr. Wir müssen uns nicht jedes Jahr neu fragen, was für uns, für die Gemeinde dran ist. Diese Vision gibt uns eine langfristige Zukunftsperspektive. Eine bevorzugte Zukunft deutet auf Veränderung hin. Aber nicht einfach Veränderung um der Veränderung willen, sondern damit wir Gottes Bestes erfahren. Wir müssen bereit sein, Veränderung in unserem Leben und in unserer Gemeindesituation zu erleben. Ohne diese Bereitschaft und die Entschlossenheit, konkrete neue Schritte zu gehen, bleibt Vision nur ein Traum und wird nie Realität.
Literaturtip: Robert Logan & Steven L. Ogne, Der Gemeindegründungswerkzeugkasten, Wiesbaden 1. Aufl.1994, S. 3-1 bis 3-3





